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Energiekosten im Autohaus – und was Ladeinfrastruktur daran ändert

Ein Autohaus verbraucht auf zwei sehr unterschiedliche Arten: großflächig und dauerhaft im Ausstellungsbereich, stoßweise und kräftig in der Werkstatt. Mit dem Aufbau von Ladepunkten kommt eine dritte, völlig neue Lastart dazu.

Wo die Energie hingeht

Der Verbrauch verteilt sich auf drei Bereiche, die kaum etwas miteinander zu tun haben:

  • Ausstellung und Verkaufsräume – große Glasflächen, hoher Beleuchtungsbedarf, im Sommer entsprechend Klimatisierung. Läuft während der gesamten Öffnungszeit.
  • Werkstatt – Hebebühnen, Druckluft, Reifenmontage, Diagnosegeräte. Druckluft ist dabei der unterschaetzte Dauerläufer.
  • Lackiererei – sofern vorhanden, mit Abstand der größte Posten: Lackierkabine mit Zuluft, Heizung und Trocknungsphase, oft gasbefeuert.
  • Waschanlage – kurze, kräftige Lastspitzen.
  • Ladepunkte – für Vorführwagen, Kundenfahrzeuge und zunehmend als öffentliches Angebot.

Größenordnung des Verbrauchs

Ein Kfz-Betrieb ohne Lackiererei bleibt oft im fünfstelligen Bereich. Mit Lackierkabine und großer Ausstellungsfläche werden sechsstellige Jahreswerte erreicht. Kommen Schnellladepunkte dazu, kann sich der Verbrauch in kurzer Zeit deutlich erhöhen.

Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.

Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet

Bislang war das Profil gut kalkulierbar: Beleuchtung tagsüber, Werkstattspitzen über den Tag verteilt. Ladeinfrastruktur bricht dieses Muster. Ein Schnelllader zieht in wenigen Minuten mehr Leistung als der gesamte übrige Betrieb – und bestimmt damit bei leistungsgemessenen Anschlüssen den Leistungspreis für zwölf Monate.

SLP oder RLM – wann kippt es?

Kleine Werkstätten bleiben beim Standardlastprofil. Autohäuser mit Lackiererei und erst recht mit Ladeinfrastruktur sind in der Regel leistungsgemessen. Prüfen Sie das, bevor Sie Lader aufbauen, nicht danach.

Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.

Was das für Ihren Vertrag heißt

Wenn Sie Ladepunkte betreiben oder planen, sind zwei Fragen wichtiger als der Arbeitspreis: Erstens ein Lastmanagement, das die gleichzeitige Höchstleistung begrenzt – das spart beim Leistungspreis oft mehr als jede Tarifverhandlung. Zweitens die saubere Trennung von Ladestrom und Betriebsstrom in der Kalkulation, damit Sie wissen, ob Ihre Ladepreise Deckungsbeitrag bringen oder Sie draufzahlen.

So bekommen Sie eine belastbare Zahl

Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.