Energiekosten im Hotel – wo sie entstehen und was sich daran ändern lässt
Im Hotel ist Energie kein Nebenposten, sondern nach Personal häufig der zweitgrößte Kostenblock. Und anders als im Handel schwankt er stark – mit der Saison, der Auslastung und dem Wetter.
Wo die Energie hingeht
Der Verbrauch verteilt sich auf mehrere Bereiche, die selten gleichzeitig Spitzenlast ziehen – was die Sache planbarer macht, als sie zunächst wirkt:
- Warmwasser und Heizung – meist der größte Block, häufig gasbetrieben. Deutliche Spitzen morgens zwischen sieben und zehn Uhr, wenn geduscht wird.
- Küche – Herd, Konvektomat, Spülmaschine, Kühlung. Zwei klare Spitzen am Tag, dazu durchlaufende Kälte.
- Wäscherei – wo hausintern gewaschen wird, ist das ein eigener, sehr energieintensiver Betrieb im Betrieb.
- Wellness – Sauna, Pool, Whirlpool. Poolumwälzung und -heizung laufen dauerhaft und sind oft der unterschaetzte Posten.
- Zimmer und Allgemeinflächen – Beleuchtung, Klimatisierung, Aufzüge, Technikräume.
Größenordnung des Verbrauchs
Kleine Pensionen bewegen sich im Bereich weniger zehntausend Kilowattstunden Strom im Jahr. Ein Mittelklassehotel mit Küche erreicht sechsstellige Werte, mit Wellnessbereich deutlich mehr. Der Gasverbrauch für Heizung und Warmwasser liegt oft noch einmal um ein Vielfaches darüber.
Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.
Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet
Entscheidend ist die Saisonalität. Ein Haus an der Küste mit starker Sommersaison hat ein völlig anderes Jahresprofil als ein Tagungshotel mit gleichmäßiger Auslastung. Das ist für die Beschaffung wichtig: Wer seinen Hauptverbrauch im Winter hat, ist von Gaspreisspitzen genau dann betroffen, wenn der Markt am teuersten ist. Ein Festpreis wirkt hier stärker als bei einem Betrieb mit Sommerschwerpunkt.
SLP oder RLM – wann kippt es?
Kleinere Häuser bleiben beim Standardlastprofil. Sobald Wellnessbereich, hauseigene Wäscherei oder eine große Küche dazukommen, wird der Anschluss häufig leistungsgemessen. Der Leistungspreis bemisst sich dann an Ihrer höchsten Spitze – und die entsteht im Hotel typischerweise an einem vollbelegten Morgen.
Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.
Was das für Ihren Vertrag heißt
Zwei Dinge sind in der Hotellerie besonders wichtig. Erstens: Planbarkeit. Zimmerpreise werden oft Monate im Voraus festgelegt, teils über Kontingente an Reiseveranstalter. Wer die Kalkulation hält, aber beim Energiepreis ins Schwanken gerät, verliert Marge, die er nicht mehr zurückholen kann. Zweitens: Strom und Gas gehören zusammen verhandelt – im Hotel ist Gas oft der größere Posten, wird aber häufig stiefmütterlich behandelt.
So bekommen Sie eine belastbare Zahl
Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.