Energiekosten im Kühlhaus – eine Dauerlast, die nie Pause macht
Ein Kühl- oder Tiefkühllager verbraucht an Heiligabend genauso viel wie an einem Dienstag im März. Diese Unerbittlichkeit macht die Energiekosten planbar – und zu einem der größten Posten der Bilanz.
Wo die Energie hingeht
Der Verbrauch konzentriert sich auf die Kälteerzeugung, wird aber von einigen Nebenposten ergänzt:
- Kälteanlagen – Verdichter und Verflüssiger, im Dauerbetrieb. Der Bedarf steigt mit der Außentemperatur und mit jeder Torfahrt.
- Torbereiche und Schleusen – jeder Öffnungsvorgang bringt warme Luft ein, die wieder heruntergekühlt werden muss. Torluftschleier und Schnelllauftore laufen mit.
- Abtauung – regelmäßig notwendig und energieintensiv.
- Flurförderzeuge – Ladegeräte für Stapler, oft nachts.
- Ladeinfrastruktur – wo E-Lkw geladen werden, entstehen sehr hohe Leistungen.
Größenordnung des Verbrauchs
Schon ein mittelgroßes Tiefkühllager erreicht sechsstellige Jahresverbräuche. Große Logistikstandorte mit mehreren Temperaturzonen liegen weit darüber. Der Verbrauch hängt weniger am Umsatz als am gekühlten Volumen – auch ein halbleeres Lager muss kalt bleiben.
Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.
Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet
Ihr Profil ist außergewöhnlich flach – das ist beschaffungsseitig der beste Ausgangspunkt, den es gibt. Solche Mengen lassen sich am Markt gut eindecken, und das ist ein Argument, das Sie in der Verhandlung ausspielen sollten. Gleichzeitig gilt: Wer keine Flexibilität hat, sollte auch keine Preisschwankung tragen müssen.
SLP oder RLM – wann kippt es?
Kühlhäuser sind ausnahmslos leistungsgemessen. Der Lastgang ist hier besonders aussagekräftig, weil sich daran ablesen lässt, wie stark Torfahrten und Abtauzyklen in die Spitze schlagen.
Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.
Was das für Ihren Vertrag heißt
Drei Punkte: Längere Laufzeiten sind bei diesem Profil meist die richtige Wahl – Sie können der Schwankung ohnehin nicht ausweichen. Gestaffelte Beschaffung über mehrere Zeitpunkte kann bei diesen Mengen sinnvoller sein als ein einziger Abschlusstag. Und wenn E-Lkw-Ladung dazukommt, muss das vor dem Aufbau in die Netzanschluss- und Vertragsplanung – nicht danach.
Hinweis zur Stromsteuer
Ob ein Logistikbetrieb zum Produzierenden Gewerbe zählt, hängt vom Schwerpunkt der Tätigkeit ab – reine Lagerung und Transport zählen in der Regel nicht dazu. Gehört das Kühlhaus dagegen zu einem herstellenden Betrieb, sieht es anders aus. Das klärt Ihr Hauptzollamt; was dahintersteckt, steht im Ratgeber zur Stromsteuer-Entlastung.
So bekommen Sie eine belastbare Zahl
Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.