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Metallverarbeitung

Energiekosten im Metallbau – kurze Spitzen, große Wirkung

Metallbaubetriebe haben selten eine hohe Dauerlast, dafür sehr ausgeprägte Spitzen. Genau diese Charakteristik macht den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Vertrag aus.

Wo die Energie hingeht

Der Verbrauch ist stark von der Auftragslage abhängig und konzentriert sich auf wenige Geräte:

  • Schweiß- und Schneidtechnik – besonders Plasmaschneiden und Laser ziehen kurzzeitig sehr hohe Leistung.
  • CNC-Bearbeitung – Fräsen, Drehen, Kanten; Hauptantriebe und Kühlmittelpumpen.
  • Druckluft – für Werkzeuge, Spannvorrichtungen und Reinigung. Läuft während der gesamten Schicht und ist ein häufig unterschätzter Posten.
  • Absaugung und Filteranlagen – laufen aus Arbeitsschutzgründen durchgehend mit.
  • Hallenheizung und Beleuchtung – in großen, hohen Hallen ein relevanter Block, die Heizung meist mit Gas.

Größenordnung des Verbrauchs

Kleine Schlossereien bewegen sich im unteren fünfstelligen Bereich. Betriebe mit Laserschneidanlage, mehreren CNC-Maschinen oder Serienfertigung erreichen sechsstellige Jahresverbräuche.

Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.

Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet

Typisch ist ein zerklüftetes Profil: lange Phasen mit mäßigem Verbrauch, unterbrochen von kurzen, sehr hohen Ausschlägen. Für die Beschaffung ist das ungünstiger als eine flache Kurve, weil Lieferanten Unsicherheit einpreisen. Umso wichtiger ist es, die Spitzen zu kennen und im Griff zu haben – siehe unseren Ratgeber zu Lastspitzen.

SLP oder RLM – wann kippt es?

Die Grenze verläuft hier oft mitten durch die Branche. Handwerksbetriebe bleiben häufig beim Standardlastprofil, sobald aber Laser- oder größere Schneidanlagen dazukommen, wird der Anschluss leistungsgemessen – und dann ändert sich die Rechnung grundlegend.

Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.

Was das für Ihren Vertrag heißt

Bei schwankender Auftragslage ist die Mengenflexibilität ein zentraler Punkt: Wie weit darf der tatsächliche Verbrauch von der Prognose abweichen, ohne dass es teuer wird? Wer ein starkes Jahr als Grundlage nimmt und danach ein schwaches erlebt, zahlt sonst für Mengen, die er nie abgenommen hat.

Nicht vergessen: Stromsteuer

Metallbau und Schlossereien gehören zum Produzierenden Gewerbe und können die Entlastung nach § 9b StromStG beantragen – siehe Ratgeber zur Stromsteuer-Entlastung.

So bekommen Sie eine belastbare Zahl

Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.