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Gesundheit & Pflege

Energiekosten in Pflege und Klinik – abschalten ist keine Option

In einer Pflegeeinrichtung lässt sich Energie nicht einsparen, indem man Verbrauch verschiebt. Warmwasser, Wärme und Licht müssen da sein, wenn sie gebraucht werden. Umso wichtiger ist, was der Einkauf hergibt.

Wo die Energie hingeht

Der Bedarf ist hoch, gleichmäßig und praktisch nicht steuerbar:

  • Warmwasser und Heizung – der größte Block, meist gasbetrieben, mit erhöhten Temperaturanforderungen aus Hygienegründen.
  • Großküche – drei Mahlzeiten täglich, sieben Tage die Woche, dazu durchlaufende Kälte.
  • Wäscherei – wo hausintern gewaschen wird, ein eigener energieintensiver Bereich.
  • Medizin- und Haustechnik – Lüftung, Aufzüge, Rufanlagen, in Kliniken zusätzlich Gerätetechnik und Notstromversorgung.
  • Beleuchtung – Flure und Gemeinschaftsbereiche häufig durchgehend.

Größenordnung des Verbrauchs

Pflegeeinrichtungen mittlerer Größe liegen regelmäßig im sechsstelligen Bereich an Kilowattstunden Strom im Jahr, beim Gas noch deutlich darüber. Kliniken erreichen ein Vielfaches davon.

Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.

Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet

Ihr Profil ist flach und sehr gut prognostizierbar – beschaffungsseitig ein Vorteil, weil sich solche Mengen einfach eindecken lassen. Nutzen Sie das als Argument. Der Nachteil: Es gibt praktisch keine Flexibilität. Wenn der Preis steigt, können Sie nicht ausweichen, sondern nur zahlen.

SLP oder RLM – wann kippt es?

Pflegeeinrichtungen ab mittlerer Größe und praktisch alle Kliniken sind leistungsgemessen. Damit ist eine individuelle Kalkulation auf Basis Ihres Lastgangs nicht nur möglich, sondern notwendig.

Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.

Was das für Ihren Vertrag heißt

In diesem Bereich ist Planungssicherheit meist das entscheidende Kriterium. Pflegesatzverhandlungen und Budgets laufen über lange Zeiträume; ein Energiepreis, der mitten in der Periode nach oben ausschlägt, lässt sich nicht weiterreichen. Deshalb sprechen bei Trägern besonders viele Gründe für einen Festpreis mit längerer Laufzeit – auch wenn er im Einzeljahr etwas teurer sein sollte als die Börse. Wer mehrere Häuser betreibt, sollte sie zudem gebündelt ausschreiben statt einzeln.

So bekommen Sie eine belastbare Zahl

Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.