Energiekosten im Supermarkt – die Kühlung bestimmt alles
Im Lebensmittelhandel entfällt der Großteil des Stromverbrauchs auf einen einzigen Bereich: die Kälte. Sie läuft immer, sie lässt sich nicht abschalten – und sie reagiert empfindlich auf die Außentemperatur.
Wo die Energie hingeht
Der Verbrauch ist gleichmäßig, hoch und nur begrenzt beeinflussbar:
- Kühlmöbel und Tiefkühlung – der mit Abstand größte Posten. Läuft 24 Stunden, sieben Tage, mit deutlich höherer Leistung an heißen Tagen.
- Beleuchtung – große Verkaufsflächen mit hoher Beleuchtungsstärke während der gesamten Öffnungszeit.
- Lüftung und Klimatisierung – muss die Abwärme der Kühlmöbel mit abführen.
- Backstation – wo vorgebacken wird, ein zusätzlicher, morgens konzentrierter Verbraucher.
- Kassen, Technik, Lager – kleinerer, aber durchlaufender Anteil.
Größenordnung des Verbrauchs
Ein kleinerer Nahversorger liegt im mittleren fünfstelligen Bereich, ein Vollsortimenter mit großer Frischeabteilung deutlich im sechsstelligen. Die Verkaufsfläche ist dabei ein grober, aber brauchbarer Anhaltspunkt.
Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.
Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet
Das Profil ist flach und gut prognostizierbar – ein Vorteil in der Beschaffung, weil sich solche Mengen einfach eindecken lassen. Der Nachteil: kaum Flexibilität. Sie können Verbrauch nicht in günstige Stunden verschieben, weil Kühlung keine Wahl kennt. Auffällig ist die Temperaturabhängigkeit: In einem heißen Sommer steigt Ihr Verbrauch spürbar, ohne dass Sie mehr verkauft hätten.
SLP oder RLM – wann kippt es?
Filialen ab mittlerer Größe sind in der Regel leistungsgemessen. Wer mehrere Standorte betreibt, sollte sie gebündelt ausschreiben statt jede Filiale einzeln – das Gesamtvolumen verschafft deutlich bessere Konditionen.
Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.
Was das für Ihren Vertrag heißt
Bei flachem Profil und hohem Volumen zählt vor allem der Preis pro Kilowattstunde – hier lohnt echtes Verhandeln. Zweiter Punkt: Mehrere Filialen gehören in einen Rahmenvertrag, mit einer Übersicht aller Lieferstellen und Laufzeitenden. Genau daran scheitern in der Praxis die meisten Ketten – irgendeine Filiale rutscht immer unbemerkt in die Verlängerung.
So bekommen Sie eine belastbare Zahl
Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.