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Energieintensives Gewerbe

Energiekosten in der Wäscherei – hier entscheidet jede Kilowattstunde

Wäschereien gehören zu den energieintensivsten Gewerbebetrieben überhaupt. Energie ist hier kein Nebenkostenposten, sondern ein Produktionsfaktor, der direkt in den Kilopreis eingeht.

Wo die Energie hingeht

Der Energiebedarf entsteht fast vollständig in der Produktion – und zwar gleich in zwei Formen, Strom und Wärme:

  • Dampferzeugung – Herzstück des Betriebs, meist gasbefeuert. Versorgt Waschstraßen, Mangeln und Finisher.
  • Trockner – der größte einzelne Stromverbraucher, oft mehrere parallel.
  • Waschschleudermaschinen und Waschstraßen – hoher Anlaufstrom, besonders beim Schleudergang.
  • Mangeln und Finisher – laufen während der gesamten Schicht durch.
  • Wasseraufbereitung und Abwasser – Pumpen, Erwärmung, teils Wärmerückgewinnung.

Größenordnung des Verbrauchs

Schon mittelgroße gewerbliche Wäschereien erreichen sechsstellige Stromverbräuche im Jahr, größere Betriebe und Textilservice-Dienstleister ein Vielfaches. Der Gasverbrauch für die Dampferzeugung liegt in der Regel noch deutlich darüber.

Wichtig: Das sind Spannen, keine Rechenwerte. Was Ihr Betrieb wirklich zieht, steht auf Ihrer Jahresabrechnung – und genau die brauchen wir, um belastbar zu rechnen.

Warum das Lastprofil über den Preis entscheidet

Charakteristisch sind harte Lastspitzen: Wenn mehrere Maschinen gleichzeitig in den Schleudergang gehen oder die Trockner gemeinsam anlaufen, schießt die Leistungsaufnahme kurzzeitig nach oben. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen bestimmt genau dieser Moment den Leistungspreis für zwölf Monate – auch wenn er nur eine Viertelstunde gedauert hat. Wer seine Maschinen zeitlich staffelt, spart deshalb oft mehr als über den Arbeitspreis.

SLP oder RLM – wann kippt es?

Nahezu jede gewerbliche Wäscherei ist leistungsgemessen. Das heißt auch: Ohne Lastgang ist ein belastbares Angebot nicht möglich, und Vergleichsportale können Sie gar nicht bedienen – deren Rechner enden weit unterhalb Ihrer Größenordnung.

Was der Unterschied konkret bedeutet und wie Sie ihn auf Ihrer Rechnung erkennen, steht unter RLM und Lastgang.

Was das für Ihren Vertrag heißt

Bei diesen Volumina lohnt sich echte Arbeit am Vertrag. Relevant sind drei Punkte: die Aufteilung zwischen Arbeits- und Leistungspreis, die Beschaffungsform (Festpreis, Spot oder gestaffelte Beschaffung) und die gemeinsame Verhandlung von Strom und Gas – wer beide Sparten bündelt, hat bei diesem Volumen spürbar mehr Gewicht.

Nicht vergessen: Stromsteuer

Wäschereien werden regelmäßig dem Produzierenden Gewerbe zugeordnet. Bei Ihrem Verbrauchsniveau ist die mögliche Entlastung ein ernstzunehmender Betrag. Was zu beachten ist, steht im Ratgeber zur Stromsteuer-Entlastung.

So bekommen Sie eine belastbare Zahl

Wir brauchen keine Fragebögen und keine Vor-Ort-Begehung: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu. Die Prüfung ist für Sie kostenlos und unverbindlich – wir werden vom Anbieter vergütet, und nur dann, wenn ein Vertrag zustande kommt.