Festpreis oder Spotmarkt – was rechnet sich für Ihren Betrieb?
Auf dem Energiemarkt wird um Cent-Beträge gerungen – bei Strom wie bei Gas. Genau deshalb entscheidet die Frage, wie Sie einkaufen, über Ihre Kalkulation für Jahre. Beide Wege haben ihre Berechtigung, und für Strom und Gas kann die Antwort unterschiedlich ausfallen.
Der Spotmarkt: Börsenstrom und Börsengas
Sie kaufen zum tagesaktuellen Börsenpreis und nehmen fallende Preise unmittelbar mit. Wer Verbrauch in günstige Stunden verschieben kann, spart hier oft spürbar. Über längere Zeiträume lag der Spotmarkt in manchen Jahren unter dem Festpreis.
Der Preis dafür ist Schwankung. In knappen Phasen zahlen Sie mehr – beim Strom bei Kälte und Dunkelflaute, beim Gas vor allem im Winter. Das ist keine Randnotiz: Ein Betrieb, der auf eine feste Zahl in der Kalkulation angewiesen ist, gerät damit unter Druck.
Für wen sich das eignet: Betriebe mit Volumen und steuerbaren Lasten – also überall dort, wo sich Verbrauch tatsächlich verschieben lässt und wo Schwankungen im Einkauf verkraftbar sind.
Der Festpreis: volle Planbarkeit
Ein fester Arbeitspreis über die gesamte Laufzeit – 12 bis 60 Monate, für Strom und Gas. Was Energie kostet, wissen Sie am Tag der Unterschrift. Monat für Monat. Preisspitzen am Markt berühren Sie nicht, auch nicht der nächste Gas-Winter.
Der Betrag wird damit zu einer festen Position in Ihrer Kalkulation – kalkulierbar wie Miete oder Versicherung. Das ist unsere Standardempfehlung, wenn Sicherheit vor Optimierung geht.
Der dritte Weg: Spot mit Deckel
Sie nutzen die Börse, sichern sich aber gegen Ausreißer nach oben ab – bis zu einer vereinbarten Obergrenze. So verbinden Sie die Chance des Spotmarkts mit dem Schutz eines Festpreises.
Woran die Entscheidung wirklich hängt
Nicht an einer Marktmeinung, sondern an drei Dingen: Lastprofil (wann verbrauchen Sie?), Volumen (wie viel Gewicht haben Sie am Markt?) und Risikobereitschaft (was passiert in Ihrer Kalkulation, wenn der Preis für ein Quartal nach oben geht?).
Genau das rechnen wir mit Ihnen durch – offen in beide Richtungen. Wir verdienen an beiden Wegen, deshalb haben wir keinen Grund, Ihnen einen davon einzureden.
Welche Laufzeit ist sinnvoll?
Zwölf Monate sind das Minimum, damit sich ein Wechsel überhaupt rechnet. In der Praxis fahren die meisten Betriebe mit 24 oder 36 Monaten besser: Je länger die Bindung, desto ruhiger die Kalkulation – und desto seltener müssen Sie sich mit dem Thema befassen. Möglich sind Laufzeiten bis zu fünf Jahren.
Auch wenn Ihr Vertrag noch läuft, ist das kein Grund zu warten: Mit 12, 24 oder 36 Monaten Restlaufzeit sichern wir den Anschlusspreis planbar im Voraus, damit Sie am Vertragsende nicht in eine teure Lücke fallen.
Wie Sie von uns eine Antwort bekommen
Wir brauchen dafür keine Fragebögen: Ihre letzte Jahresabrechnung genügt. Daraus lesen wir Verbrauch, aktuellen Arbeitspreis und Vertragsende. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu – dann sehen wir auch, wann Ihre Spitzen entstehen.