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Ratgeber

Wie ein Anbieterwechsel abläuft – und warum nichts ausfällt

Die häufigste Sorge beim Wechsel ist nicht der Preis, sondern der Aufwand – und die Angst, dass etwas schiefgeht. Beides lässt sich ausräumen.

Schritt für Schritt

  1. Sie schicken Ihre letzte Jahresabrechnung. Mehr braucht es für den Anfang nicht. Bei leistungsgemessenen Anschlüssen kommt der Lastgang dazu.
  2. Wir lesen die Daten aus – Verbrauch, Arbeitspreis, Grundpreis, Laufzeitende, Zählpunkt. Sie tippen nichts ab.
  3. Wir prüfen den Markt für Ihr Profil, frei und ohne Netzwerkbindung.
  4. Sie bekommen Angebote nebeneinander – verschiedene Laufzeiten, damit Sie sehen, was Länge kostet oder spart.
  5. Sie entscheiden. Erst dann passiert überhaupt etwas.
  6. Kündigung und Anmeldung übernehmen wir – aufeinander abgestimmt, damit keine Lücke entsteht.
  7. Der neue Lieferant meldet sich beim Netzbetreiber an. Das läuft im Hintergrund zwischen den Unternehmen.
  8. Lieferbeginn. Sie merken davon nichts außer einer neuen Rechnung.

Wie lange es dauert

Der Lieferbeginn richtet sich nach Ihrer laufenden Vertragslaufzeit. Ist der alte Vertrag kündbar, liegt der Start in der Regel vier bis sechs Wochen nach dem Auftrag oder zum nächstmöglichen Termin. Läuft Ihr Vertrag noch länger, wird der neue einfach auf das Ende des alten terminiert – auch wenn das erst in zwei Jahren ist.

Ihr Betrieb steht nie ohne Energie da

Das ist die wichtigste Nachricht: Eine Versorgungslücke ist ausgeschlossen. Sollte ein Wechsel wider Erwarten nicht klappen oder ein Lieferant ausfallen, übernimmt automatisch der Grundversorger. Das ist gesetzlich geregelt und passiert ohne Ihr Zutun.

Am Zähler und an der Leitung ändert sich beim Wechsel übrigens gar nichts. Es wechselt nur, wer Ihnen die Rechnung schreibt.

Was Sie tun müssen – und was nicht

Sie müssen: die Abrechnung schicken und einmal entscheiden.

Sie müssen nicht: selbst kündigen, Fristen überwachen, Formulare ausfüllen, den Netzbetreiber informieren, den Zähler tauschen lassen oder jemanden ins Haus lassen.

Und Sie unterschreiben bei uns weder eine Vollmacht noch einen Maklervertrag. Sie beauftragen den konkreten Wechsel, mehr nicht.

Häufige Stolpersteine

  • Zu spät dran. Der häufigste Fehler überhaupt – siehe Kündigungsfrist.
  • Fehlende Zählpunktnummer. Ohne sie lässt sich nichts anmelden. Sie steht auf der Abrechnung.
  • Offene Rechnungen. Manche Lieferanten lehnen Neukunden mit offenen Forderungen ab.
  • Mehrere Standorte, ein Ansatz. Jede Lieferstelle hat eigene Fristen. Wer sie nicht in einer Liste führt, verliert regelmäßig einzelne an die automatische Verlängerung.

Und danach

Nach der Unterschrift fängt unsere Arbeit erst an. Wir behalten den Markt im Blick und melden uns rechtzeitig vor Vertragsende – damit der nächste Wechsel wieder aus einer Entscheidung entsteht und nicht aus Zeitdruck.